Berichte der Wetterstation Bismark

 

Das Wetter in Bismark im Jahr 2018

 

 

Das Jahr 2018 war bei weit überdurchschnittlicher Sonnenscheindauer zu warm und viel zu trocken. In dieser Form - warm, trocken, sonnig - gestaltete sich das Wetter in den letzten Jahrzehnten bereits zwölfmal, zuletzt 2016. Im Vorjahr war es zwar auch warm, andererseits auch nass und trübe. Das Jahresmittel der Lufttemperatur betrug 11,9°C und wich damit um 2,6K vom langjährigen Mittel ab. 2018 war das bisher wärmste Jahr. Bisher stand das Jahr 2014 mit einer Durchschnittstemperatur von 11,7°C an erster Stelle. Die bisher kältesten Jahre erlebten wir 1963 und 1987 mit einem Mittel von je 7,4°C. Zu kalt im vergangenen Jahr waren nur die Monate Februar und März, 2017 war es der Januar. Die größte positive Temperaturabweichung wies der April auf, er war 4,9K zu warm. Die größte negative Temperaturabweichung verbuchten wir im Februar und März mit je 1,7K. Das Maximum des Jahres wurde am 31. Juli und 7. August mit 37,2°C notiert, 2017 am 14. Juni (31,6°C). Schon in vier Jahren wurde das Jahresmaximum am 3. August festgestellt. Die Höchsttemperatur des Jahres wurde bisher je 24x im Juli und August registriert, 14x im Juni, 1x im Mai (2005). Das Minimum 2018 verbuchten wir am 28. Februar mit -13,8°C, 2017 am 6. Januar (-10,5°C). Das Jahresminimum wurde bisher dreimal am 4. und 14. Januar und am 21. und 31. Dezember notiert.

Wie gestalteten sich nun die einzelnen Jahreszeiten?

Der Winter (Dezember-Februar) war 2,3K zu warm, 2017 1,0K, am wärmsten war es 2007 (5,3°C), am kältesten 1963 (-6,1°C). Das langjährige Mittel beträgt 0,6°C. Es fielen 99mm Niederschlag, 2017 132mm, am trockensten war der Winter 1964 (40,2mm), am nassesten 1994 (192mm). Im Durchschnitt ist mit 123mm zu rechnen. Die Sonne schien 218 Stunden, 2017 186, am wenigsten 1966 (101), am sonnigsten zeigte sich der Winter 1997 mit 236 Stunden. In der Regel gibt es 181 Stunden Sonnenschein.

Der Frühling (März-Mai) brachte es auf ein Mittel von 11,7°C (2017 11,8°C); am wärmsten war diese Jahreszeit 2007 (12,0°C), am kältesten 1970 nur 6,4°C. Das Mittel dieser Jahreszeit beträgt 9,1°C. 107mm Niederschlag wurden gemessen, 2017 114mm, 2003 nur 50,3mm, aber 1983 240mm. Im Mittel ist mit 121mm zu rechnen. Die Sonne schien 657 Stunden, 2017 539 Stunden, am meisten 2011, nämlich 688 Stunden, 1983 nur 312 Stunden. Mit 493 Stunden können wir rechnen.

Der Sommer (Juni-August) brachte es auf ein Mittel von 21,7°C und löste damit den bisher wärmsten Sommer 2003 mit 20,4°C ab. Den bisher kältesten Sommer erlebten wir 1962 mit 15,1°C. Die Mitteltemperatur beträgt 18,0°C. Geregnet hat es nur 45,9mm, so wenig wie noch nie, bisher war der Sommer 1982 mit 62,3mm am trockensten. An erster Stelle rangiert der Sommer 2011 mit 321,7mm. Im Mittel fallen 185mm Niederschlag. Auch die Sonne stellte mit 852 Stunden einen neuen Rekord auf und übertraf damit den Sommer 1976 (803 Stunden). 618 Stunden sind zu erwarten.

Im Herbst (September-November) verbuchten wir eine Temperatur von 12,1°C, 2017 11,5°C. Am wärmsten war es 2006 (13,5°C), am kältesten 1993 (67). Das Herbstmittel beträgt 9,7°C. An Niederschlag fielen 36,3mm, auch das ist neuer Rekord, bisher 1962 (54,3mm). 2017 notierten wir 142,5mm, am meisten 2013 (224,7mm). Mit 127,7mm ist zu rechnen. Die Sonne schien 419 Stunden, 2005 sogar 489 Stunden, am wenigsten 2013 295 Stunden.

Rückblickend ist festzustellen: alle Jahreszeiten waren zu warm, zu trocken und zu sonnig. 2017 auch alle zu warm, all zu nass außer Frühling, alle zu sonnig außer Herbst. Es gab 111 Sommertage wie noch nie. Bisher stand das Jahr 2006 mit 76 Tagen an erster Stelle, das Jahr 2017 brachte es auf 46, 1962 gab es nur 12 Tage. Die Norm beträgt 42 Tage. 47 heiße Tage wurden registriert, auch das ist ein neuer Rekord, bisher führte das Jahr 2003 mit 25 heißen Tagen. Im Vorjahr notierten wir nur 7, 1962 keinen Tag. Die Norm beträgt 12 Tage. Frost gab es an 60 Tagen, 2017 an 58 Tagen, am meisten 1969, nämlich 124 Tage, 2000 und 2014 nur je 43 Tage. Eistage stellen sich normalerweise 23 ein, im vergangenen Jahr gab es 9, 2017  12, 1974 und 2015 nur einen einzigen, 1963 aber 68 Tage. Niederschläge fielen nur 289,5mm, bisher war 2003 mit 356,1mm das trockenste Jahr, das nun deutlich unterboten wurde. Die höchste Tagessumme im vergangenen Jahr verbuchten wir am 11. Juli mit 18,9mm, 2017 mit 73,4mm am 29. Juli. Schnee fällt in der Regel an 24 Tagen, 2018 schneite es an 15 Tagen, im Vorjahr an 11 Tagen, 1983 nur an drei Tagen, 2010 sogar an 55 Tagen. Eine Schneedecke bildet sich im Durchschnitt an 30 Tagen, 2018 nur an 7 Tagen, 2008 an keinem Tag, 1970 und 2010 aber an 89 Tagen. Ihre Höhe beträgt normalerweise 12cm, 2018 konnten wir nur 6cm  messen, 1979 aber 38cm. Die Sonne schien 2085 Stunden, das ist ein neuer Rekord, bisher stand das Jahr 2003 mit 1974 Stunden ganz vorn, 2017 zählten wir nur 1594 Stunden, am wenigsten 1978  (1225 Stunden). Mit Gewittern ist an 18 Tagen zu rechnen. Im vergangenen Jahr blitzte und donnerte es nur an 8 Tagen, wie 2006, im Vorjahr an 11 Tagen, 1967 aber an 36 Tagen. 1978 gab es das erste Gewitter schon am 4. Januar, das letzte am 27. Dezember 1990. Das letzte Gewitter 2018 erlebten wir am 9. August, so zeitig wie noch nie, 2008 am 13. August. Die Winde wehten am häufigsten aus Südost (27%), im Vorjahr aus Südwest und West, am seltensten aus Nord (3%), im Vorjahr aus Nordost. Der Luftdruck lag 2,5hPa über der Norm, 2017 1,5hPa.

 

ZurückWeiter