Das Tief Viola sorgte im Osten und Südosten unseres Landes am 7. und 8 August mit seinen intensiven Niederschlägen für große Schäden, wo es mit seinen Wassermassen an der Neiße zu großen Überschwemmungen geführt hatte und die Pegel von Neiße, Spree, Kirnitzsch und einigen andern Flüssen teils neue Rekordpegel vermelden konnten. Es fielen in 24 Stunden bis zu 90 mm in diesen Gebieten. Das fatale aber war der Dammbruch des Witkastausees in Polen, Dammbruch am Witkastausee in Polen | Görlitzer Fußgängerbrücke in Höhe des alten Marktes |
nachdem der Pegel der Neiße in Görlitz auf historische 7,07 m stieg, ein Wert, der seit Messungsbeginn 1912 noch nie erreicht wurde. Dabei starben im Dreiländereck mindestens 10 Menschen. Dammabrutsch am Bertsdorfer See bei Görlitz | Unterspülung des Bahndamms am Bertsdorfer See |
Nach einem Dammbruch bei Bautzen sah es auch auf der Spree dramatisch aus. Es drohte eine Überflutung des Spreewaldes. Grund dafür waren die Bauarbeiten an der Sperrmauer des Spremberger Stausees. Diese waren noch nicht abgeschlossen, als sich bereits der See füllte. So konnte nur ein 10-tel der üblichen Wasserablaufes in die Spree wieder abgegeben werden und so drohte zunächst das gleiche Schicksal wie am Witkastausee, der Damm könnte überspült werden und dann brechen, was eine Katastrophe für des Spreewald bedeutet hätte. Gerade noch rechtzeitig, wahrlich in letzter Minute konnten die Arbeiten soweit abgeschlossen werden, dass das Wasser nun kontrolliert in die Oberspree abgegeben werden konnte, nun die 10-fache Menge. Damit konnte das Hochwasser verteilt werden, ohne große Schäden anzurichten. Zu Gute kam, dass der Spremberger Staussee wegen der Arbeiten sehr niedrigen Wasserstand führte, was ein Polster und Zeit verschaffte. Wohingegen es bei uns wieder einmal recht glimpflich abging, wüteten die Unwetter und Regengüsse im Südosten so heftig, dass in der Sächsischen Schweiz noch bis Monatsende Teile des Kirnitzschtales wegen Überflutungsschäden  Ortseingang Bad Schandau aus Richtung Kirnitzschtal am 07.08.2010 | Überflutete Buschmühle im Kirnitzschtal, sie stand 2 Meter im Wasser 07.08.2010 |
gesperrt bleiben musste, die Kirnitzschtalbahn bis auf weiters nicht die ganze Strecke befahren kann und Hinterhermsdorf nur über einen Feldweg erreichbar blieb. Denn das obere Kirnitzschtal wurde vom Flüsschen in seiner gesamten Breite eingenommen, die Straße stand über einem Meter unter Wasser, die Buschmühle fast 2 Meter. Brücken und Böschungsbauten wurde komplett weggerissen. Geröll und Treibgut liegen überall Bäume bis zu einer Dicke von 40 cm waren keine Seltenheit. Hinter der Buschmühle ist die Straße komplett kraterförmig weggerissen. Auch auf dem Weg hinunter zur Stadt Wehlen war die Straße an einigen Stellen teils weggerissen. Nicht etwa von einem Bach, nein allein vom Regenwasser, das ins Tal stürzte. Einige Hänge rutschten bis auf die Straße ab. Fußgängerbrücke am Lichtenhainer Wasserfall | Unterspülte Sommerlaube des Gasthauses „Lichtenhainer Wasserfall“ |
Diese Bilder aus der Sächsischen Schweiz sind am 29.08.2010 aufgenommen worden. Sie zeigen die Flutschäden vom 07.08.2010 im Kirnitzschtal bei Bad Schandau. Die Kirnitzschtalbahn konnte ihren Betrieb bisher nur auf einem Teilstück der Strecke wieder aufnehmen konnte. Das Tal ist ab dort noch voll gesperrt. Nach Hinterhermsdorf gelangt man zurzeit nur auf einen Feldweg. |