Der Februar 2019 im Landkreis Wittenberg

Viel zu warm und trocken, ein Übermaß an Sonne...

  Wieder so ein Wintermonat, der diese Bezeichnung nicht verdient hat. Die Tendenz deutlich zu warmer Monate hält seit dem April 2018 an, wenn vom November 2018 abgesehen wird.

  War der Monatsanfang noch ein wenig auf Winter getrimmt, stiegen ab dem 8. Februar die Luft-temperaturen in zweistellige Bereiche, das erste Monatsdrittel war fast drei Grad wärmer als es die Norm erlaubt. An fünf Tagen hat es in diesem Zeitraum Niederschläge gegeben, die bis auf den 10. Februar wenig ergiebig waren; vom 1. bis zum 3. Februar sind auch Schnee oder Schneeschauer oder Regen mit Schnee beobachtet worden, Ateritz hat Schneeflecken gemeldet. Die Regensummen am 10. waren gleichzeitig die höchsten des Monats; im gesamten Landkreis. Die höchsten Summen an diesem Tag sind mit über 10 Litern/m² in Bad Schmiedeberg, Pretzsch und in Wittenberg (Gagfah) gemessen worden.

  Niederschlag im zweiten Monatsdrittel war ziemlich Mangelware, nur zwei bis drei Tage mit gering-fügigen Summen wurden aufgeschrieben. Als Ausgleich reichlich Sonne, fast 49 Stunden in den zehn Tagen, mehr als doppelt so viel als in der ersten Dekade. Die täglichen Maxima der Lufttemperatur erreichen zweistellige Werte bis 15 Grad. Dementsprechend fällt die Dekadensumme exakt fünf Grad höher aus als im langjährigen Mittel. Interessant der Tagesgang der Temperatur vom 15. bis zum 20. des Monats. Nachts Frost bis minus drei Grad, tags Maxima um 15 Grad, Differenzen bis zu 18 Grad, so etwas gibt es im Vorfrühling nicht allzu oft...

  An den letzten acht Tagen des Monats ähnliche Verhältnisse, wenn auch am 23. und 24. ein Kaltluft-einbruch des Nachts von Wittenberg bis Jessen, Pretzsch und Annaburg Tiefsttemperaturen bis minus fünf bzw. sechs Grad bringen; der genannte Zeitraum ist fast vier Grad zu warm. Frühlingshafte Temperatur am 27. Februar, fast 17 Grad in der Elbaue, Annaburg meldet knapp 16 Grad.

  Wasser auch wieder ein Fremdwort, nur zwei bis maximal vier Liter (Annaburg) konnten am 21. notiert werden. Dafür wieder: 48 Stunden an den letzten acht Tagen. Dennoch drängeln sich die wärmsten und der kälteste Tag des Monats im genannten Zeitraum. Am 23. und 24. das absolute Minimum des Monats mit leichtem Frost bis minus sechs Grad in Pretzsch, anderswo werden Minima von vier bis fünf Grad gemessen. Einheitlich am 27. sind Maxima zwischen 16 und 19,5 Grad aufgetreten.

  Das Fazit: Bei einer Monatsmitteltemperatur zwischen drei Grad in Jessen und knapp fünf Grad in Wittenberg war der Monat drei bis viereinhalb Grad wärmer als normal; auch für einen März wäre er noch ein Grad zu warm gewesen...

Die Niederschlagsmengen, im Mittel des Landkreises sind 14,5 Liter auf den Quadratmeter gefallen, entsprechen mühsamen 47 Prozent der für einen Februar zu erwartenden Wassermassen.

Mit 26 Millimetern ist Pretzsch am besten bedient worden, Wartenburg musste sich mit knapp 11 Millimetern begnügen.

  Sonne satt im Februar: 118 Stunden Sonnenscheindauer sind in der Elbaue registriert worden, ein Plus von 48 Stunden oder 69 Prozent.

Die Niederschlagsbilanz der Wintermonate im Landkreis sieht wie folgt aus:

 

Flächenmittel

Dezember

Januar

Februar

Summe

In Millimetern

67

66

15

148

Norm in mm

36

43

30

109

Prozent

167

130

45

136

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