Wetterstation Olbernhau im Erzgebirge

 

 
Die Wetterstation ist gelegen am Fuße des Nordhanges 30 Meter über der Talsohle des Flusses „Flöha“.
Die Flöha als Hauptstrom gab zusammen mit den gleichnamigen Tälern ihrer sechs großen Nebenflüsse Schweinitz, Natzschung, Bärenbach, Rungstockbach, Buttermilchbach und Biela, der rund 10.000 Einwohner zählenden Stadt Olbernhau auch den Namen „Stadt der sieben Täler“.
Die Hauptbesiedlung erstreckt sich mehr als 10 km entlang der Flöha von den Stadtteilen Rothenthal und Hirschberg im Südosten bis zu den Stadtteilen Blumenau und Reukersdorf im Nordwesten. Vom Flöhascheitel in 450 m üNN erreicht man in jeweils weniger als 2 km in Richtung Nordost und Südwest Höhenlagen von mindestens 600m üNN.

Klimatische Besonderheiten: -im Winter auf Grund der Tallage Inversionswetterlage möglich, gelegentlich unangenehm kalter und böiger böhmischer Wind
-im allgemeinen positiver Effekt der schützenden Tallage, dadurch milder als das gebirgige Umland
 

-geografische Lage der Meßstation:

13° 19’ östl. Länge
50° 39’ nördl. Breite
480m üNN

gemessen wird:
-Temperatur in 2 Metern Höhe in der Klimaschutzhütte
-Temperatur in 5 Zentimetern über Erdboden
-Erdbodentemperaturmessung bis in eine Tiefe von 100 Zentimetern
-Niederschlag, Luftdruck, Sonnenscheindauer, Wind

Historie der privaten Wetterstation Olbernhau

1977: Beginn der Temperaturaufzeichnung. Anlaß war sicher der Heimatkundeunterricht, als jeder Schüler das Wetter eine Woche lang beobachten und dokumentieren sollte. Dieser „Tick“ ließ mich nicht mehr los.
Ein gewisser unhaltbarer Zustand, ständig irgendwo rings ums Haus die richtige Temperatur im Schatten zu bestimmen, nährten den Wunsch nach einer Wetterhütte (auch Klimaschutzhütte genannt), wie sie international standardisiert eingesetzt wird.
Nach der Wende wurde vieles möglich, auch eine Wetterhütte hätte man für relativ viel Geld erwerben können. Durch den Kontakt zum Deutschen Wetterdienst (DWD) in Potsdam gelangte ich an eine technische Zeichnung. Der Originalnachbau sparte eine Menge Kosten und war nach etwa 14 Tagen Arbeit im Jahre 1996 endlich einsatzbereit.
Originalmeßgeräte wie Minimum-/ Maximumthermometer, Thermohygrograph usw. vom DWD standen schon bereit.
Seit Anfang 1996 erfolgte auch die Niederschlagsmessung. Ebenfalls vorerst nur mit einem Analoginstrument, dem sogenannten „Hellmann“ Niederschlagsmesser. Dieser hat eine Auffangfläche von genau 1/50 Quadratmeter.
Ab 1997 kam nach Anschaffung des ersten PC die Digitalmessung hinzu. Diverse PC-Wetterstationen waren mittlerweile auf dem Markt. Die damals noch mangelnde Genauigkeit bzw. Abweichung zu den nach wie vor amtlichen analogen Meßgeräten haben mich bis heute an dieser altherkömmlichen Meßmethode weitestgehend festhalten lassen. Die Elektronik ist für die Rund-um-die-Uhr-Beobachtung allerdings nicht mehr wegzudenken, muß sich aber den ständigen Vergleich (und Abgleich) von mir nach wie vor gefallen lassen.
Mit der PC-Anschaffung stand natürlich auch das Thema Digitalisierung der bisherigen handschriftlichen Aufzeichnungen seit 1977. Eine zeitraubende Angelegenheit, aber irgendwann war’s geschafft. Die Grundlage für Vergleichsmöglichkeiten und eine Statistik waren geboren.
Eine Idee im Jahr 1997 die Erdbodentemperatur zu messen, konnte noch im Herbst des gleichen Jahres mit der Einbringung der Sensoren bis in eine Tiefe von 100 cm, realisiert werden.
Als bisher letzte Neuerung kam die elektronische Messung der Sonnenscheindauer im Jahre 2002 hinzu.
Ein zusammenfassender Bericht des jeweils abgelaufenen Monats mit Diagramm (Temperatur und Niederschlag, später Wetterstatistik) wurde seit Dezember 1996 im „Erzgebirge Kurier“, dem Amtsblatt der Stadt Olbernhau, und seit September 1999 in der Lokalpresse (Freie Presse) veröffentlicht.
Zahlreiche Anfragen von Bürgern zu den verschiedensten Wetterereignissen konnten bisher, zum Teil mit Gutachten-Charakter, beantwortet werden.

 

Kontakt:

Dirk Christoph
Damaschkestr. 59a
09526 Olbernhau

Tel.: (037360) 72817
e-mail: dirk-christoph-olbernhau@t-online.de